Neueste Modetrends in Japan
Veröffentlicht in der Kategorie AllgemeinWer heutzutage durch Tokio wandelt, dem werden nur noch wenige Menschen in traditioneller Kleidung begegnen. Im Gegenteil: Viele Japaner kleiden sich sehr 'westlich' und finden Gefallen an den europäischen und amerikanischen Modemarken. So sind zum Beispiel Mexx Kleidung und Schuhe in Japan fast ebenso beliebt wie in der westlichen Welt. Auch die großen Designer wie Gucci, Prada, Louis Vuitton etc. finden in Asien großen Anklang. Selbstverständlich passen viele Modelabels ihre Kollektionen an das Land an, in dem sie ihre Waren verkaufen möchten; das bedeutet aber keinesfalls, dass dort Kimonos statt Jeans verkauft werden.
Auch traditionelle Schönheitsideale gelten noch
Trotz der Welle westlicher Trends, die auch vor Japan nicht Halt macht, sind einige traditionelle, japanische Schönheitsideale nach wie vor gültig. So legen die Japanerinnen und Japaner nach wie vor Wert auf extrem weiße, makellose Haut, während im Westen gebräunt wird, bis der Arzt kommt. Ebenso wie im Europa des Mittelalters und der Renaissance gilt in Japan Blässe nach wie vor als Zeichen von Wohlstand und edler Herkunft. Denn die Unterschicht, die auf den Feldern arbeiten musste, war stets der Sonne ausgesetzt und daher dementsprechend braun gebrannt. Während die geringe Bräunung früher rein ästhetische und Prestige-Gründe hatte, so stehen heute auch gesundheitliche Fragen im Vordergrund. Die Kosmetikindustrie hat in Japan keinen besonders großen Absatzmarkt – außer für Sonnenschutz- und Whitening-Produkte. Auch Hüte mit UV-Schutz und lange Shirts sind aus diesem Grund eine beliebte Mode in Japan.
Schrille europäische Trends in Japan
Neben den Bereichen, in denen nach wie vor traditionelle Schönheitsideale vorherrschen, wie zum Beispiel dem der Hautpflege, gibt es auch Bereiche, in denen besonders schrille europäische Trends verfolgt und bis zum Exzess getrieben werden. So werden in einer bestimmten Szene stylishe Moonboots oder Retro-Klamotten getragen und in einer anderen Szene wiederum schrille Neonfarben, Schulterpolster und Leggings. Auch gab es eine Zeitlang in ganz Asien den Trend, sich die Haare mit Wasserstoff blond zu färben und sich so von der Masse abzuheben. Dieses Blond hatte meist einen Rot-/Orange-Stich, war aber trotzdem sehr beliebt, weil es als etwas Besonderes und als Abwechslung von den ewigen schwarzen Haaren galt. Inzwischen sind die Blondschöpfe jedoch so verbreitet, dass das Färben ein wenig an Reiz verloren hat. Auch gibt es mehr und mehr Europäer in Japan, als Touristen oder zum Arbeiten, sodass eine andere Haarfarbe nicht mehr so besonders erscheint.





